Spiegelbilder (Das weiße Rauschen, Kap. 10)

Aquarell auf Papier

N. Duus, 2015 ©

Aus der Serie „Das weiße Rauschen“, basierend auf Kapitel 10 des gleichnamigen Gedichts von D. Gawlik:

„Jemand hat die Spiegelbilder vertauscht – mein Gesicht entschwindet ins Unendliche. Der endlose Strom gefriert das Gemüt. Das Eisfeld bricht unter der Last und ich beginne zu fallen. Der freie Fall fängt meine Gedanken auf, die den Rahmen sprengen – nicht genug Platz hier. Die Enge macht sich breit. Die Masse verschluckt meine Schreie. Regungsloses Verharren an der anschwellenden Schwelle. Hinter der unsichtbaren Mauer wartet die Ungeduld. Das Treibgut trägt mich davon und ich greife nach den Wolken, die verloren am Himmel stehen. Die Segel hängen windlos am Mast und erschaffen ungezwungen einen Rastplatz mitten im Nirgendwo. Doch ich komme nicht zu Ruhe.“

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