Phasenverschiebung (Das weiße Rauschen, Kap. 3 & 4)

Aquarell auf Papier

N. Duus, 2015 ©

Aus der Serie „Das weiße Rauschen“, basierend auf Kapitel 3 & 4 des gleichnamigen Gedichts von D. Gawlik:

„Phasenverschiebung. Verlust von Grenzen – ich bin ein Sandkorn im Wind der Gezeiten. Die verstaubte Ecke in meinem Kopf blüht auf. Es ist Frühling – mitten im Winter – und ein warmer Regen spült das Licht von meinem Gesichts-feld. Ein Sekundenbruchteil löst sich langsam vom Gefüge des Raums und das weiße Rauschen in meinem Kopf färbt sich Schwarz.

Die Schwärze trübt mein inneres Auge. Es weint schwarze Tränen, die zu schwarzem Staub zerfallen. Holzkohlenschwarz geölte Götzenabbilder schmücken das Land der gierigen Hände. Gibt es einen Zufluchtsort vor dem weißen Rauschen in meinem Kopf. Oder ist jeder gegangene Weg bloß nur eine Sackgasse ohne Wendepunkt.“

 

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